So entwickelt sich Österreichs Bevölkerung

So entwickelt sich Österreichs Bevölkerung

(kunid) Die demographische Entwicklung in Österreich ist bemerkenswert. So wuchs die Bevölkerung im Vorjahr um 0,41 % auf 8,859 Millionen Menschen. 62 politische Bezirke hatten Anfang 2019 mehr Einwohner als ein Jahr zuvor, 32 schrumpften. Der Anteil der unter 20-Jährigen verkleinerte sich innerhalb eines Jahres von 19,5 auf 19,4 %, jener der Senioren (65 und älter) wuchs von 18,7 auf 18,8.

Aktuelle Daten der Statistik Austria zeigen interessante Entwicklungen in Österreich. So ist die erste Zahl: 8.858.775, Menschen nämlich – so groß war Österreichs Bevölkerung am 1. Jänner 2019. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs um 0,41 %; er blieb damit unter der Zunahme im Jahr davor (+0,56 %).

Zur Wohnbevölkerung zählen Personen mit einer Aufenthaltsdauer (Hauptwohnsitzmeldung) von mindestens 90 Tagen.

Knapp 97 % des Anstiegs 2018 waren auf Nettozuwanderung aus dem Ausland zurückzuführen, auch die positive Geburtenbilanz habe zum Wachstum beigetragen, so die Statistik Austria.

Alle Bundesländer gewachsen

Der Bevölkerungsstand hat sich in allen Bundesländern erhöht. Das größte Plus gab es in Vorarlberg (+0,65 %) und Oberösterreich (+0,58 %), das – deutlich – niedrigste in Kärnten (+0,01 %).

Zuwachs in 62, Rückgang in 32 Bezirken

Regional betrachtet, verzeichnet der Westen – Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Oberösterreich – bis auf wenige Ausnahmen ein flächendeckendes Bevölkerungswachstum, teilt die Statistik Austria weiter mit.

Im Osten wuchs die Bevölkerung vor allem im Ballungsraum rund um Wien sowie an den Hauptverkehrsachsen Niederösterreichs und im Nordburgenland.

62 politische Bezirke steigerten die Einwohnerzahl, am stärksten Bruck an der Leitha (+1,56 %), Wels-Land (+1,38 %), Linz-Land (+1,16 %), Gänserndorf (+1,15 %) und die Stadt Eisenstadt (+1,11 %).

In 32 Bezirken schrumpfte die Bevölkerung, das waren vor allem Murau (–0,93 %), Gmünd (–0,68 %), Sankt Veit an der Glan (–0,67 %), Leoben (–0,65 %) und Murtal (–0,64 %).

Altersgruppe 65 plus gewachsen

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung lag Anfang 2019 bei 42,8 Jahren. Im Jahresvergleich ist es um rund 0,2 Jahre angestiegen.

Während der Anteil der 20- bis 64-Jährigen mit 61,8 % annähernd konstant blieb, ging jener der Jüngeren von Jahresbeginn 2018 zu Jahresbeginn 2019 leicht zurück, jener der Älteren wuchs.

Greift man die 75-Jährigen und Älteren heraus, so fielen Anfang des heurigen Jahres 9,4 % der Bevölkerung in diese Altersgruppe (Anfang 2018: 9,3 %, Anfang 2017: 9,1 %, Anfang 2016: 8,8 %).

1.006 Personen, davon 131 Männer und 875 Frauen, waren am 1. Jänner 2019 mindestens 100 Jahre alt. Ein Jahr zuvor waren es 1.019 gewesen.