Im letzten Quartal Immobilienpreise erneut gestiegen

Im letzten Quartal Immobilienpreise erneut gestiegen

(kunid) Immobilienpreise sind fast ausnahmslos europaweit im Anstieg. Im Normalfall ist ein Ende dieses Trends nicht anzunehmen. Damit steigt die Attraktivität von Immobilien als Geldanlage weiter.

Preisanstieg ist für den Verbraucher üblicherweise merkbar – wenn das tagtägliche Konsumprodukt teurer wird, fällt das auf. Der momentane Anstieg der Immobilienpreise ist dagegen weniger offensichtlich. Hauspreisindizes verraten den Kurs der Entwicklung.

Diese fassen die Preisentwicklungen aller von Haushalten erworbenen Wohnimmobilien zusammen, unabhängig von ihrem Alter, bisherigen und endgültigem Verwendungszweck. Unter diesen Gesichtspunkten ist europaweit fast ungebrochen ein starker Anstieg bemerkbar.

Ausnahmen und Spitzenreiter

In Italien gingen die Immobilienpreise im letzten Quartal von 2018 um 0,6 Prozent zurück. Diese klare Ausnahme lässt sich auf die Konjunkturflaute und europaweit höchste Arbeitslosenquote von mehr als einem Zehntel zurückführen.

Hohe faule Kredite beschneiden weiterhin den Handlungsspielraum der Banken und damit die Kaufkraft der Bevölkerung. Damit steht Italien im Gegensatz zu einem europäischen Durchschnitt von +4,2 Prozent im letzten Quartal und um die vier Prozent über die letzten Jahre.

Zuletzt bildeten die Spitzen dieser Entwicklung Slowenien (+18,2 %), Lettland (+11,8 %) und Tschechien (+9,9 %), europaweit sind die Preise vor allem in den Ballungsräumen im Anstieg. Dabei steht die Inflationsrate im Euroraum nur bei 1,5 Prozent.

In Österreich bremste der zuletzt hohe Anstieg der Eigentumswohnungspreise Wiens sich im 4. Quartal auf 5,4 Prozent ein, während das Umfeld mit einem Anstieg von 8,5 Prozent nachzieht. Auf Jahresbasis stand ein Preisanstieg von 6,6 % in Wien 8,7 % im restlichen Bundesgebiet gegenüber.

Finanzielle Implikationen

Die Folgen dessen sind zweierlei: Einerseits wird das Eigenheim für weite Teile der Mittelschicht unleistbar, vor allem in den Ballungsräumen. Andererseits steigt in den meisten europäischen Ländern die Attraktivität von Immobilien als Wertanlagen.

Die Immobilienkaufkraft von unverzinstem Bargeld befindet sich klar im Rückgang. Ein Ende dessen ist nicht zu erwarten, bis eine Trendumkehr eingeleitet wird, etwa durch steigende Zinsen im Euroraum.

Politische Eingriffe wie Zweitwohnsitzbesteuerung, Mietzinsobergrenzen oder Vermögenssteuern könnten auch auf europäischer Ebene verhängt werden. Bis dahin ist der Wert von Immobilien als Geldanlage aber wahrscheinlich stabil.

Für weitere Argumente für Immobilien als Wertanlage wird empfohlen, ihren Vermögensberater zu konsultieren.